Pathologie
Feldkirch 2008
Das neue Pathologiegebäude entwickelt sich aus dem bestehenden Altbau an der westlichen Seite des Landeskrankenhauses. Die unmittelbarer Nähe zum Hubschrauberlandeplatz sowie eine werkstattähnliche Nutzung charakterisieren den markanten Neubau. Die wissenschaftlichen Hightechräume der Labors befinden sich auf zwei übereinanderliegenden Ebenen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit findet in variabel nutzbaren Strukturen inmitten eines gestalteten Naturraumes statt. Die Pathologie wird zum “Hightechlabor“, welches sich jederzeit der rasch fortschreitenden technischen Entwicklung anpassen muss. Über die transluzenten Glaswände der Laborräume wird das Gebäude auch in der Horizontalen durchlässig. Die innenliegenden Bereiche befinden sich in einem spannungsvollen Lichtspiel der vertikalen und horizontalen Lichtöffnungen mit einer Abfolge von Durchblicken in den Innenhof und den Garten. Die verschiedenen Labortypen befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander und sind Teil der variablen inneren Strukturen. Die Erscheinung des Gebäudes wird vom Spiel der Materialien Aluminium und Glas bestimmt. Das gesamte Gebäude wird von einer Hülle aus schwarz eloxiertem Aluminium sowie großzügigen Fensterelementen mit außenliegendem Sonnenschutz bestimmt. Aufgrund der Lage in der An- und Abflugschneise des Hubschrauberlandeplatzes wurden besonders hohe Anforderungen an die Qualität der Außenhülle gestellt. Das Innere des Gebäudes ist geprägt von Epoxydharzböden im Wechsel mit schwarz eloxiertem Aluminium, die Wand- und Deckenflächen sind in geglättetem Weiß gehalten. Flächen aus Kies und Moos werden ergänzt durch Schwarzkieferbäume, die wie Skulpturen im Innenhof platziert sind.
